Zum Inhalt springen

Was muss unsere IT für ein KI-Projekt vorbereiten, und was nicht?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Weniger, als viele befürchten. Die IT stellt Zugänge zu den vereinbarten Postfächern, Ablagen und gegebenenfalls zum ERP bereit, legt mit den Fachabteilungen die Zugriffsrechte fest und benennt eine Ansprechperson. Einen eigenen KI-Server muss sie nur betreiben, wenn Sie sich für lokale KI im Werk entscheiden, und auch dann übernimmt Goma-IT die Wartung per Fernzugang.

In Kürze

  • Die IT gibt Zugänge frei, sie muss keine KI programmieren.
  • Zugriffsrechte legen Fachabteilungen und IT gemeinsam fest.
  • Betrieb und Wartung von n8n und Wissensdatenbank übernimmt Goma-IT.
  • Bei lokaler KI im Werk kommen Hardware, Strom und Serverraum dazu.

Die IT bereitet bei einem KI-Projekt vor allem Zugänge und Rechte vor. Sie muss keine KI entwickeln, keine Modelle trainieren und für die übliche Variante auch keinen eigenen Server betreiben. Mehr Aufwand entsteht nur, wenn die KI auf eigener Hardware im Werk laufen soll. Ein Überblick, was konkret anfällt.

Warum fragt die IT überhaupt nach?

Zu Recht. In vielen mittelständischen Werken besteht die IT aus wenigen Personen, die Netzwerk, ERP, Arbeitsplätze, Maschinennetz und Telefonanlage betreuen. Ein weiteres Projekt bedeutet mehr Arbeit und neue Risiken. Wer früh weiß, was gebraucht wird, kann das einplanen und Bedenken vorher klären statt hinterher.

Was die IT bereitstellt

Je nach Leistung unterschiedlich, im Kern aber diese Punkte:

  • Zugänge zu Quellen: etwa ein Leserecht auf bestimmte Ordner am Fileserver, ein Postfach für Zeugnisse oder Reklamationen, oder eine Freigabe in SharePoint.
  • Zugang zum ERP, falls nötig: ein Benutzer mit Leserecht, eine Schnittstelle oder ein regelmäßiger Export. Das wird abgestimmt, sobald klar ist, welche Felder gebraucht werden.
  • Anmeldung der Nutzer: wer die Wissensdatenbank verwendet und wie man sich anmeldet.
  • Eine Ansprechperson: jemand, der Fragen beantwortet und bei Änderungen Bescheid gibt, etwa wenn ein Postfach umzieht.

Wichtig ist der Grundsatz der geringsten Rechte. Jeder Zugang bekommt nur das, was er für die Aufgabe braucht, möglichst nur lesend.

Was legen IT und Fachabteilungen gemeinsam fest?

Wer was sehen darf. Ein Beispiel: Konstruktionsdaten eines bestimmten Kunden sollen nur für das Projektteam sichtbar sein, Prüfpläne für die ganze Qualität, die Servicemappen für Kundendienst und Instandhaltung. Diese Entscheidungen trifft nicht die IT allein, sondern zusammen mit den Abteilungen, die die Unterlagen verantworten. Die IT setzt sie technisch um.

Was die IT nicht übernehmen muss

  • Betrieb der Automatisierung: n8n läuft auf Servern, die Goma-IT bei Hostinger in der EU betreibt.
  • Betrieb der Wissensdatenbank: Jeder Kunde bekommt einen eigenen Server bei Hetzner in Falkenstein, Deutschland, betreut von Goma-IT.
  • Sprachmodell: Bei der Wissensdatenbank läuft es über Microsoft Azure in der EU-Datenzone und wird nicht mit Ihren Unterlagen trainiert. Welche Sprachmodelle Automatisierungen nutzen, legen wir je Projekt fest und vorab offen.
  • Anpassungen: Ändern sich Formulare, Lieferanten oder Ordner, passt Goma-IT die Abläufe an.

Was ändert sich bei lokaler KI im Werk?

Hier kommt mehr auf die IT zu. Für ein Sprachmodell im eigenen Haus braucht es eine GPU-Hardware, also einen Server mit Grafikprozessoren, Platz im Serverraum, Strom, Kühlung und eine Einbindung ins Netz. Welche Hardware passt, steht erst nach einem Machbarkeits-Check fest. Wartung und Updates erledigt Goma-IT über einen Fernzugang, den Ihre IT freigibt und kontrolliert.

Wie viel Zeit sollte die IT einplanen?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil es von der Zahl der Quellen und Ihren internen Freigabewegen abhängt. Ein Postfach freizugeben ist meist schnell erledigt. Ein Leserecht im ERP kann dagegen eine Abstimmung mit dem Systemhaus und eine Lizenzfrage bedeuten. Hilfreich ist, die Liste der benötigten Zugänge früh zu bekommen, damit Freigaben parallel zur Planung laufen und nicht am Ende das Projekt aufhalten.

Welche Fragen sollte die IT vorab stellen?

  1. Welche Quellen werden angebunden, und mit welchen Rechten?
  2. Wo werden die Daten verarbeitet, und welche Dienstleister sind beteiligt?
  3. Wer hat Zugriff auf die Server, und wie wird er protokolliert?
  4. Was passiert mit den Daten, wenn die Zusammenarbeit endet?

Antworten darauf gehören in das Angebot, bevor es losgeht. Einen Überblick über alle Leistungen und wo die Daten jeweils liegen gibt die Seite Leistungen.

Häufige Fragen

Braucht Goma-IT Administratorrechte in unserem Netz?

Nein, in der Regel nicht. Gebraucht werden Zugänge zu den vereinbarten Quellen mit den Rechten, die dafür nötig sind, möglichst nur lesend. Welche das genau sind, steht vor dem Start schriftlich fest.

Muss unsere IT n8n lernen?

Nein. n8n betreibt Goma-IT auf eigenen Servern bei Hostinger in der EU. Ihre IT sieht die Ergebnisse, muss die Abläufe aber nicht selbst pflegen.

Was ist, wenn wir keine eigene IT-Abteilung haben?

Dann übernimmt das oft ein externer IT-Dienstleister. Wichtig ist nur, dass jemand Zugänge freigeben kann und erreichbar ist, wenn sich etwas ändert.

Wollen Sie das für Ihr Werk klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

Erstgespräch vereinbaren

Lieber gleich reden? Rufen Sie an:
+43 699 17119818