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Wie kommt ein Produktionsbetrieb ohne eigene Marketingabteilung regelmäßig zu Fachbeiträgen und LinkedIn-Posts?

Von Lukas Göggel, Goma-IT. Stand:

Indem das Schreiben nicht mehr bei den Fachleuten liegt. Sie erzählen kurz per Sprachnachricht oder in Stichpunkten, was neu ist, und eine Content-Automatisierung macht daraus Entwürfe im Tonfall des Unternehmens. Veröffentlicht wird erst, wenn jemand aus dem Haus den Entwurf geprüft und freigegeben hat.

In Kürze

  • Das Wissen für gute Beiträge sitzt in Konstruktion, Fertigung und Ausbildung, nicht im Marketing.
  • Eine Sprachnachricht von zwei Minuten ist für Fachleute leichter als ein fertiger Text.
  • Ein Stilprofil sorgt dafür, dass die Entwürfe nach Ihrem Unternehmen klingen.
  • Technische Angaben prüft vor der Freigabe immer jemand aus dem Haus.

Das Problem ist selten der Inhalt

In einem Produktionsbetrieb passiert ständig etwas, das Kunden, Händler und mögliche Bewerber interessieren würde: eine neue Biegemaschine, eine überarbeitete Baureihe, die ersten Lehrlinge in der neuen Lehrwerkstatt, ein Messeauftritt. Die Leute, die darüber Bescheid wissen, stehen aber in der Konstruktion oder in der Halle. Einen Text zu schreiben, steht bei ihnen ganz unten auf der Liste, und das zu Recht.

Erzählen statt schreiben

Der einfachste Weg ist, das Schreiben von den Fachleuten zu trennen. Der Fertigungsleiter spricht nach dem Rundgang zwei Minuten ins Handy, was die neue Anlage kann und warum sie angeschafft wurde. Die Konstrukteurin schickt fünf Stichpunkte zur überarbeiteten Baureihe. Daraus entstehen Entwürfe, etwa:

  • ein Beitrag für die Neuheitenseite oder den Blog,
  • ein kürzerer LinkedIn-Post,
  • ein Absatz für den nächsten Newsletter an Händler,
  • ein kurzes Skript für ein Video aus der Halle.

Damit es nicht nach Werbeprospekt klingt

Viele Industrietexte scheitern daran, dass sie entweder zu technisch oder zu glatt sind. Ein Stilprofil hält fest, wie Ihr Unternehmen schreibt: welche Begriffe Sie verwenden, wie technisch Sie werden, ob Sie Kunden duzen oder siezen. Die Entwürfe orientieren sich daran. Gelesen und angepasst werden sie trotzdem von jemandem aus dem Haus.

Was vor der Freigabe geprüft werden muss

Leistungsdaten, Toleranzen, Normen und Zulassungen dürfen in einem Beitrag nicht ungeprüft stehen. Ebenso Kundennamen: Ob ein Kunde genannt werden darf, regeln oft Verträge. Deshalb gilt bei der Content-Automatisierung von Goma-IT: Nichts geht ohne Ihre Freigabe online.

Wohin die Sprachnachrichten gehen

Welche Dienste Sprachnachrichten und Entwürfe verarbeiten, wird vor dem Start schriftlich offengelegt; je nach Einrichtung können auch Anbieter außerhalb der EU beteiligt sein. Vertrauliches wie Kundenzeichnungen oder Konditionen gehört deshalb nicht in die Nachricht. Für Ihre Datenschutzpflichten nach der DSGVO ist das ein allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung.

Ein realistischer Rhythmus

Besser regelmäßig wenig als einmal viel. Wer sich vornimmt, alle zwei Wochen eine Sprachnachricht aus einer Abteilung zu schicken, hat nach einem Jahr eine Neuheitenseite, die zeigt, dass im Werk etwas passiert. Das hilft im Vertrieb und bei der Suche nach Fachkräften.

Häufige Fragen

Worüber kann ein Industriebetrieb überhaupt regelmäßig schreiben?

Über neue Anlagen und Verfahren, überarbeitete Produkte, Messen, Ausbildung und Lehrlinge, Arbeitsalltag in einzelnen Abteilungen oder gelöste technische Aufgaben, sofern der Kunde nicht genannt werden muss.

Dürfen wir KI-Texte einfach veröffentlichen?

Für redaktionelle Inhalte, die ein Mensch geprüft und freigegeben hat, gelten andere Regeln als für Chatbots. Wie das im Einzelfall zu bewerten ist, kann dieser Artikel nicht beantworten; er ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie viel Zeit kostet die Freigabe?

Das hängt davon ab, wie gut das Stilprofil passt und wie technisch der Beitrag ist. Im Probelauf sehen Sie, wie viel an den Entwürfen noch zu ändern ist.

Wollen Sie das für Ihr Werk klären?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Unterlagen und Programme an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist.

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